Die Geschichte Berlins von 1180 bis 1780 - Blatt 2 - Berlin um 1250

Berlin um 1250

Die Vereinigung von Berlin und Cölln

 

 

1230
Die askanischen Markgrafen Johann I. und Otto III., die als Brüderpaar regieren, erwerben die Länder Barnim (nördlich der Spree) und Teltow (südlich der Spree). Berlin/Cölln liegt an der schmalsten Übergangsstelle des Spreetals zwischen dem Barnim und dem Teltow.

1237
Die Stadt Cölln an der Spree wird erstmals urkundlich erwähnt. Dieses Datum gilt als offizielles Gründungsjahr der Doppelstadt Berlin/Cölln.

1239
In einer Schlacht bei Mittenwalde, nicht weit von Rixdorf (Neukölln), besiegen die Brandenburger Markgrafen das rivalisierende Fürstenhaus der Wettiner, die vom sächsischen Meißen aus das Land südlich und östlich von Berlin beherrschen. Köpenick fällt an die Brandenburger.

1244
Die Stadt Berlin wird erstmals urkundlich erwähnt. Vor Berlin urkundlich genannt sind Lankwitz (1239), Steglitz, Zehlendorf und Schlachtensee, das damals Slatdorp hieß (1242).

1251
Das Handelszentrum Berlin, das Roggen und Bauholz über Hamburg nach Westeuropa liefert, erhält von den brandenburgischen Markgrafen die Zollfreiheit eingeräumt. Der Ort Wedding taucht in einer Urkunde auf.

1261
Die Markgrafen von Brandenburg nennen das Hohe Haus in der Klosterstraße als ihren Wohnsitz an der Spree „Aula Berlin” Berlin wird zur wichtigsten Stadt in der Mark und überflügelt Spandau, das 1240 durch einen verheerenden Brand weitgehend zerstört wird.

1264
Das Dorf Schöneberg beginnt, eine Rolle in der Berliner Stadtgeschichte zu spielen.

1280
Berlin wird Münzstätte und prägt das Geld für große Teile der Mark Brandenburg.

1294
Die St. Marienkirche am Neuen Markt wird urkundlich genannt. Diese älteste noch erhaltene Kirche Berlins (neben dem Ostberliner Fernsehturm) bildet das Zentrum der Berliner Neustadt, die seit 1260 entstand. Neben der Marienkirche wurde ein großes Kaufhaus errichtet.

1307
Bildung der Städte-Union zwischen Berlin und Cölln. Auf einem Pfahlbau in der Mitte der Neuen Brücke entsteht auf „neutralem Gebiet” über der Spree ein gemeinsames Rathaus. Die Neue Brücke wurde später oft rekonstruiert und hieß nacheinander Lange Brücke, Kurfürstenbrücke und Rathausbrücke.

1308
Berlin wird zur Führungsstadt des Mittelmärkischen Städtebundes.

1337
Die Stadt Köpenick wird von Berlin erworben.

 

 

Quellenhinweise: die Bildmappen befinden sich in der Berliner Stadtplansammlung. Hier wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung von Frau Susanne von Bargen und der Berliner Morgenpost.

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  • Personen, Verlage: Robinson (Werner Kruse)